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Pillar · EU AI Act

EU-AI-Act-Schulung — Pflichtschulung für Mitarbeitende, Compliance-Officer und KI-Beauftragte

Seit Februar 2025 verlangt Artikel 4 des EU AI Act eine „AI Literacy“ aller Mitarbeitenden, die mit KI-Systemen arbeiten. Ab 2. August 2026 greifen die Pflichten für Hochrisiko-Systeme. Unsere EU-AI-Act-Schulungen — vier Pakete vom dreistündigen Crashkurs bis zur 3-Monats-Begleitung — bringen Geschäftsführung, Compliance und IT in einem Set auf den notwendigen Stand.

Kurz und ehrlich

  • Art. 4 AI Literacy ist seit Februar 2025 verbindlich — Mitarbeitende, die KI-Systeme einsetzen, müssen geschult sein.
  • Ab 2026-08-02 greifen die Hochrisiko-Pflichten (Risikomanagement, Daten-Governance, Logbuch, Konformitätsbewertung) — kurze Vorbereitungszeit.
  • Vier Pakete: Halbtag (490 €), Tagesworkshop (990 €), KI-Beauftragten-Setup (1.990 €), 3-Monats-Begleitung (3.490 € + 490 €/Mo).
  • Branchen-Module für Kanzleien (§203 StGB + KI), Steuerberater (GoBD + KI), Praxen (Patientendaten + KI) und Mittelstand (KRITIS-Relevanz).

Warum die Schulung 2026 nicht warten kann

Der EU AI Act ist seit 1. August 2024 in Kraft, die Pflichten greifen aber gestaffelt. Wer das Thema bis 2026 vor sich hergeschoben hat, hat 2026 zwei Fristen gleichzeitig auf dem Tisch: die seit Februar 2025 bereits geltende AI-Literacy-Pflicht (Art. 4) und die Hochrisiko-Pflichten ab dem 2. August 2026. Aufsichtsbehörden bauen ihre Marktüberwachung seit Anfang 2026 aktiv auf — die ersten Bußgeld-Verfahren werden erwartet, sobald die Hochrisiko-Phase startet.

Art. 4 AI Literacy: was seit Februar 2025 gilt

Artikel 4 verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeiter angemessene KI-Kompetenz haben. Das ist kein Schein-Zertifikat, sondern eine Pflicht zur tatsächlichen Befähigung. Konkret heißt das:

  • Mitarbeitende, die KI nutzen, verstehen die Funktionsweise auf einem für ihre Aufgabe ausreichenden Niveau.
  • Risiken (Halluzination, Bias, Datenschutz, Re-Identifikation) sind bekannt und werden im Alltag adressiert.
  • Die Schulung ist dokumentiert — Teilnehmerliste, Datum, Inhalt, Dauer.
  • Auffrischung bei wesentlichen Änderungen (neues Modell, neuer Use-Case, neue Compliance-Lage).

2026-08-02: Hochrisiko-Pflichten greifen

Hochrisiko-KI-Systeme (z. B. KI in HR-Entscheidungen, Kreditvergabe, kritischer Infrastruktur, Medizinprodukten, Strafverfolgung) brauchen ab dem 2. August 2026 ein vollständiges Risikomanagement-System nach Anhang IV des AI Act:

  • Risikomanagement-System mit dokumentierter Methodik und kontinuierlichen Reviews.
  • Daten-Governance: Trainings- und Testdaten geprüft auf Relevanz, Bias, Repräsentativität.
  • Technische Dokumentation gemäß Anhang IV des AI Act.
  • Logbuch mit allen relevanten Modell-Aufrufen, manipulationssicher.
  • Transparenz und Information der Nutzer.
  • Menschliche Aufsicht (Human Oversight) — Mensch im Loop für entscheidungskritische Schritte.
  • Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit nach Anhang IV.
  • Konformitätsbewertung vor Inbetriebnahme.

Vertiefend zur strukturellen Compliance-Einordnung: KI-Compliance in Deutschland.

Brauche ich einen KI-Beauftragten?

Der EU AI Act schreibt nicht zwingend einen „KI-Beauftragten“ vor — anders als die DSGVO mit dem Datenschutzbeauftragten. In der Praxis hat sich aber durchgesetzt, eine verantwortliche Person zu benennen, die KI-Governance koordiniert, Inventare führt, Schulungen organisiert und im Auditfall ansprechbar ist. Sinnvoll wird ein KI-Beauftragter ab:

  • Mehreren produktiven KI-Use-Cases im Unternehmen.
  • Einem oder mehreren Hochrisiko-Systemen.
  • Branchen mit zusätzlichen Auflagen (Berufsrecht, KRITIS, Medizinprodukt).
  • Mehr als ca. 50 Mitarbeitenden, die KI im Alltag einsetzen.

Unser 2-Tage-Paket „KI-Beauftragter-Setup“ liefert das vollständige Rollen-Modell inklusive Bestellungsschreiben, Stellenbeschreibung und Maßnahmen-Roadmap.

Vier Schulungs-Pakete vom Halbtag zur Begleitung

PaketDauerWerPreis
Halbtag — AI-Act-Crashkurs3 h vor Ort oder remoteGeschäftsführer, Mitarbeitende ohne Vorwissen490 € netto
Tag — AI-Act Tagesworkshop7 h mit Hands-onCompliance-Officer, IT-Leiter, KMU-Mittelmanagement990 € netto
2-Tage — KI-Beauftragter-Setup2 × 7 h, mit Hausaufgabe dazwischenWer einen KI-Beauftragten bestellen muss1.990 € netto
3-Monats-Begleitung2-Tage-Setup + 3 × 90-Min-SyncMittelstand 50–500 MA mit komplexem KI-Einsatz3.490 € + 490 €/Mo

Branchen-Module: Kanzlei, StB, Praxis, Mittelstand

  • Kanzleien: §203 StGB + KI — Mandantengeheimnis und KI-gestützte Vertragsanalyse, Recherche, Telefonassistenz. Siehe KI für Kanzleien.
  • Steuerberater: GoBD + KI — Belegerfassung, DATEV-Pipeline, Mandantenkommunikation. Siehe KI für Steuerberater.
  • Arztpraxen: Patientendaten + KI — Anamnese, Korrespondenz, Telefonservice. Siehe KI für Arztpraxen.
  • Mittelstand: KRITIS-Relevanz, Mitbestimmung, ROI. Siehe KI-Beratung Mittelstand.

Bereit für ein Erstgespräch?

30 Minuten, kostenlos, unverbindlich. Wir hören uns Ihren Fall an und sagen ehrlich, ob und wie wir helfen können.

Häufige Fragen zur EU-AI-Act-Schulung

Ist die EU-AI-Act-Schulung wirklich Pflicht?

Ja. Artikel 4 EU AI Act (in Kraft seit Februar 2025) verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeitenden eine angemessene „AI Literacy“ haben. Die Pflicht ist nicht aufschiebbar und nicht durch ein generisches E-Learning-Häkchen erfüllbar — die Aufsicht kann konkrete Schulungsinhalte und -nachweise verlangen.

Bin ich ohne KI-Beauftragten compliant?

Der EU AI Act schreibt keinen formellen „KI-Beauftragten“ vor (anders als die DSGVO mit dem DSB). In der Praxis hat sich aber durchgesetzt, eine verantwortliche Person zu benennen — spätestens ab mehreren produktiven Use-Cases, Hochrisiko-Systemen oder regulierten Branchen ist das unverzichtbar. Unser 2-Tage-Paket liefert das vollständige Rollen-Modell inklusive Bestellungsschreiben und Stellenbeschreibung.

Welches Paket passt für meine Größe?

Faustregel: Unter 20 Mitarbeitende ohne Hochrisiko-Use-Case reicht meist der Halbtag (490 €). 20–100 Mitarbeitende mit aktivem KI-Einsatz: Tagesworkshop (990 €). Wer einen KI-Beauftragten benennt: 2-Tage-Setup (1.990 €). Mittelstand 50–500 Mitarbeitende mit komplexem KI-Einsatz: 3-Monats-Begleitung (3.490 € + 490 €/Mo).

Kommt ihr für die Schulung vor Ort?

Ja, gerne. Im 50-km-Radius um Erfurt (Weimar, Jena, Gotha, Apolda etc.) ist die Anfahrt kostenfrei. 50–150 km mit Anfahrt-Pauschale von 150 €. Außerhalb dieses Radius bevorzugt remote oder mit eingerechneter Anfahrt im Setup-Preis. Remote-Schulungen sind preisgleich, ohne Aufpreis.

Welche Branchen-Module bietet ihr an?

Kanzleien (§203 StGB + KI), Steuerberater (GoBD + KI), Arztpraxen (Patientendaten + KI), Mittelstand (KRITIS-Relevanz, Mitbestimmung, ROI). Die Branchen-Module sind in den Tages- und 2-Tage-Workshops enthalten. Halbtags-Schulung ist branchenneutral, kann aber auf Wunsch mit einem Branchen-Schwerpunkt durchgeführt werden.

Bekommen die Teilnehmenden ein Zertifikat?

Eine Teilnahmebescheinigung (die rechtlich als Nachweis für Art. 4 AI Literacy reicht) ist in jedem Paket enthalten. Ein offizielles „KI-Trainer-Zertifikat“ gibt es nicht — die Glaubwürdigkeit von Schulenden ergibt sich aus der gelebten Compliance-Praxis. Unsere Referenz ist das eigene Compliance-Produkt LiteLog, das in der KRITIS-/Pharma-Welt produktiv läuft.

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